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WARUM IST ES WICHTIG, VOR DEM KAUF EINER IMMOBILIE ÜBER DEN EHEGÜTERSTAND BESCHEID ZU WISSEN?

Der Kauf einer Immobilie in Spanien ist eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen, die eine Person treffen kann. Ist der Käufer verheiratet, kommt ein weiterer Faktor hinzu: der Ehegüterstand.

Dieser Faktor bestimmt, wer Eigentümer der Immobilie ist, wie sie verwaltet wird, welche Rechte jeder Ehepartner hat und was im Falle eines Verkaufs, einer Scheidung oder eines Todesfalls geschieht. Daher ist es für die Rechtssicherheit der Immobilientransaktion unerlässlich, die geltende Güterstandsregelung zu kennen.

WARUM IST ES WICHTIG, VOR DEM KAUF EINER IMMOBILIE ÜBER DEN EHEGÜTERSTAND BESCHEID ZU WISSEN? G&G Studio

Was ist der eheliche Güterstand?

Der eheliche Güterstand ist die Gesamtheit der Regeln, die das Eigentum, die Verwaltung und die Aufteilung von Vermögenswerten und Schulden zwischen Ehepartnern während der Ehe regeln.

Die wichtigsten ehelichen Güterstände in Spanien gemäß dem allgemeinen Güterstand sind

 Gütergemeinschaft/Zugewinngemeinschaft (Gananciales)

Die Zugewinngemeinschaft ist die häufigste Regelung und wird standardmäßig angewendet, wenn die spanischen Comunidades Autonomas nichts anderes angeben. Der Standard-Ehegüterstand in Cataluña z.B. ist die Gütertrennung

Gemäss der Zugewinngemeinschaft gilt folgendes:

  • Vermögenswerte, die während der Ehe erworben wurden, gelten als gemeinsames Eigentum.
  • Beide Ehepartner sind zu gleichen Teilen Miteigentümer der während der Ehe erworbenen Vermögenswerte, unabhängig davon, wer als Käufer aufgeführt ist.
  • Während der Ehe entstandene Schulden gelten in der Regel ebenfalls als gemeinschaftliche Schulden.

Gütertrennung

Diese Entscheidung wird in der Regel ausdrücklich vor einem Notar in einem Dokument namens Ehevertrag festgehalten.

Im Ehegüterstand der Gütertrennung:

  • Behalten beide Ehepartner das ausschließliche Eigentumsrecht an ihrem Vermögen, sowohl vor als auch nach der Eheschließung.
  • Es gibt kein gemeinsames Vermögen, es sei denn, es werden Güter in Miteigentum erworben.
  • Jeder Ehepartner haftet für seine eigenen Schulden.

Diese Güterstandsregelung wird häufig bei Ehen geschlossen, die eine größere vermögensrechtliche Unabhängigkeit wünschen oder wirtschaftliche Risiken begrenzen möchten.

Es gibt auch das Régimen de Participación das im Allgemeinen am wenigsten genutzt wird.

Wie wirkt sich der Ehegüterstand auf den Kauf einer Immobilie aus?

 Kauf einer Immobilie unter der Zugewinngemeinschaft

Wenn die Ehe dem Güterstand der Zugewinngemeinschaft unterliegt, gilt die während der Ehe erworbene Immobilie als gemeinschaftliches Vermögen, auch wenn:

  • nur einer der Ehepartner als Käufer auftritt.
  • der Preis aus Mitteln eines der Ehepartner bezahlt wird.

In diesem Fall:

  • wird die Immobilie als gemeinsames Vermögen im Grundbuch eingetragen.
  • kann sie ohne die Zustimmung beider Ehepartner weder verkauft noch mit einer Hypothek belastet werden.
  • Im Falle einer Scheidung oder Trennung ist die Immobilie Teil des zu liquidierenden gemeinschaftlichen Vermögens.

private Herkunft der Mittel nachgewiesen oder eine ausdrückliche Erklärung vor einem Notar abgegeben werden, die in einer öffentlichen Urkunde korrekt wiedergegeben wird.

Kauf einer Immobilie unter Gütertrennung

Bei Gütertrennung hängt das Eigentumsrecht an der Immobilie von der Vereinbarung der Ehepartner ab:

  • Die Immobilie kann von einem Ehepartner allein oder im Miteigentum erworben werden.
  • Die Anteile können gleich oder ungleich sein (50/50, 70/30 usw.).

In dieser Regelung:

  • Kann jeder Ehepartner frei über seinen Anteil verfügen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
  • Die Verwaltung und Verantwortung liegen ausschließlich beim Eigentümer.

Dieses System sorgt für mehr Klarheit hinsichtlich des Eigentums an der Immobilie und reduziert zukünftige Vermögenskonflikte.

Kauf einer Immobilie in Spanien durch ausländische Ehepaare

Der Kauf von Immobilien durch Ausländer in Spanien erfordert besondere Aufmerksamkeit, wenn der Käufer nach ausländischem Recht verheiratet ist, da jedes Land sein eigenes eheliches Güterrecht hat, das für jede wirtschaftliche Transaktion berücksichtigt werden muss.

In diesen Fällen:

  • Muss das für die Güterstandsregelung geltende Recht ermittelt werden.
  • Muss diese Regelung durch gültige Unterlagen nachgewiesen werden.
  • Müssen ausländische Unterlagen beglaubigt oder mit einer Apostille versehen und gegebenenfalls amtlich übersetzt vorgelegt werden.

Wird die Güterstandsregelung nicht ordnungsgemäß nachgewiesen, kann es zu Problemen bei der Eintragung ins Grundbuch kommen, was erhebliche rechtliche und steuerliche Konsequenzen haben kann.

Schlussfolgerung

Der Güterstand ist ein Schlüsselelement bei jeder Immobilientransaktion in Spanien, da er sich direkt auf Folgendes auswirkt:

  • Das Eigentum an der Immobilie.
  • Die Verfügungsrechte an der Immobilie.
  • Die Vermögensauseinandersetzung im Falle einer Scheidung oder eines Todesfalls.
  • Die korrekte Eintragung im Grundbuch.

Vor dem Kauf einer Immobilie in Spanien während der Ehe wird dringend empfohlen, sich von einem Fachanwalt beraten zu lassen und gegebenenfalls einen Ehevertrag abzuschließen, um Rechtssicherheit zu gewährleisten und zukünftige Konflikte zu vermeiden.

Eine korrekte rechtliche Planung ist der beste Weg, um Immobilieninvestitionen zu sichern.

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